Worte der Zuversicht

1. BIBELSTELLEN

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Evangelium nach Matthäus 11, 28-30

Bei Gott allein wird ruhig meine Seele, von ihm kommt mir Rettung. Er allein ist mein Fels und meine Rettung, meine Burg, ich werde niemals wanken.

Buch der Psalmen 62,2-3

Gepriesen sei der Herr, Tag für Tag! Gott trägt uns, er ist unsere Rettung.

Buch der Psalmen 68,20

Denn es heißt: Zur Zeit der Gnade habe ich dich erhört, am Tag der Rettung habe ich dir geholfen. Siehe, jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; siehe, jetzt ist er da, der Tag der Rettung.

2. Brief an die Korinther 6,2

Werft alle eure Sorge auf ihn (den Herrn), denn er kümmert sich um euch!

1. Brief des Petrus 5, 7

Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Brief an die Römer 8, 38-39

Gottes Kraft behütet euch durch den Glauben, damit ihr die Rettung erlangt, die am Ende der Zeit offenbart werden soll.

1. Brief des Petrus 1,5

Nicht dass ich mich schon aufgegeben hätte – ich habe vielmehr gute Hoffnung, von der Krankheit zu genesen.

2. Buch der Makkabäer 9,22

Nicht dass ich mich schon aufgegeben hätte – ich habe vielmehr gute Hoffnung, von der Krankheit zu genesen.

2. Buch der Makkabäer 9,22

Selig ist, wer sich nicht selbst verurteilt hat und der seine Hoffnung nicht verloren hat.

Buch Jesus Sirach 14,2

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR, er ist mir zur Rettung geworden. Er ist mein Gott, ihn will ich preisen; den Gott meines Vaters will ich rühmen.

Buch Exodus 15,2

Wir aber, die dem Tag gehören, wollen nüchtern sein und uns rüsten mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung.

1. Brief an die Thessalonicher 5,8

Ermahne die, die in dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu werden und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen!

1. Brief an Timotheus 6,17

Doch ich habe die Zuversicht im Herrn, dass auch ich bald kommen kann.

Brief an die Philipper 2,24

Werft also eure Zuversichtnicht weg – sie hat großen Lohn!

Brief an die Hebräer 10,35

Und jetzt, meine Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er erscheint, Zuversicht haben und bei seinem Kommen von ihm nicht beschämt werden!

1. Brief des Johannes 2,28

Heiligt vielmehr in eurem Herzen Christus, den Herrn! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt.

1. Brief des Petrus 3,15

2. GEDICHTE UND GEDANKEN

Ausgangssperre

Ja, da ist Angst.
Ja, da ist Isolation.
Ja, da sind Hamsterkäufe.
Ja, da ist Krankheit.
Ja, da ist auch Tod.

Aber,
in Wuhan sind nach so vielen Jahren Lärm,
wieder die Vögel zu hören.

Schon nach wenigen Wochen Ruhe
ist der Himmel nicht mehr trüb vom Dunst,
sondern blau und grau und klar.

In den Straßen von Assisi
singen die Menschen einander zu
quer über die leeren Plätze,
lassen ihre Fenster offen,
damit, die, die allein sind,
den Familien um sie herum zuhören können.

Ein Hotel im Westen von Irland
liefert kostenlose Mahlzeiten an die Menschen in Quarantäne.

Ich hörte, dass eine junge Frau
Zettel mit ihrer Telefonnummer
in der Nachbarschaft verteilt,
damit die Alten jemanden anrufen können.

Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempel
bereiten sich darauf vor,
die Obdachlosen, die Kranken und Erschöpften
zu empfangen und zu beherbergen.

Überall auf der Welt
werden die Menschen langsamer und nachdenklicher.
Überall auf der Welt
schauen die Menschen ihre Nachbarn mit anderen Augen an.
Überall auf der Welt
erwachen die Menschen zu einer neuen Wirklichkeit,
sehen, wie groß wir wirklich sind,
wie wenig wir kontrollieren können,
was wirklich wichtig ist,
die Liebe.

Lasst uns beten und uns daran erinnern,
dass Angst nicht
in Hass umschlagen muss,
dass Isolation
nicht einsam machen muss,
dass Hamsterkäufe
nicht zu Gemeinheiten führen müssen,
dass körperliche Krankheit
nicht auch die Seele krank machen muss,
dass der Tod sogar
die Liebe auferstehen lassen kann.

Lasst uns darauf achten, für welches Leben wir uns jetzt entscheiden.

Heute, atmen.
Durch den Fabriklärm unserer Panik hindurch
die Vögel wieder singen hören,
den Himmel sich aufklaren sehen,
der Frühling kommt,
und wir sind immer umgeben von Liebe.

Öffnen wir die Fenster unserer Seele
um fähig zu werden,
uns über leere Plätze hinweg zu berühren,
zu singen.

(Fr. Richard Hendrick, OFM)

Am Ende

Nach zwei Wochen quarantäne
ähnlicher Isolation
Hände waschen bis sie sich auflösen
in die Armbeuge niesen
Türklinken zu Tode desinfizieren
Kilometer Abstand halten
krummem Hommeoffice-Rücken
und reihenweise negativen Befunden
Immer noch ansteckend

Dein Lachen

(Lars Bornschein)

Nicht alles ist abgesagt …

Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Beziehungen sind nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Zuwendung ist nicht abgesagt
Musik ist nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Hoffnung ist nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt

3. GEBETE

Gebet in der Corona-Krise

Viele Gebete zur Corona-Krise stehen mittlerweile in den Medien zur Verfügung . Wir möchten gerne das Gebet von Hermann Gletter, Bischof von Insbruck und Mitglied der Gemeinschaft Emmanuel, hier wiedergeben:

Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Corona-Epidemie kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Dankbar beten wir für alle, die mit ihren vielfältigen Diensten
die Versorgung und Sicherheit unseres Landes aufrechterhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.

Wir beten für alle,

die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Besonders denken wir an Personen und Orte,

die unter Quarantäne stehen,
und an alle, die sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Heiliger Geist tröste die alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.

Von ganzem Herzen bitten wir, dass die medizinischen Einrichtungen
auch weiterhin den enormen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zum vertrauten Alltag.
Sehnsuchtsvoll bitten wir um eine weltweite Eindämmung der Krankheit.

Guter Gott,

mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen,

dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und müssen unsere Grenzen akzeptieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Gemeinsam und im Vertrauen auf Deine Hilfe werden wir die Krise bestehen.

Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns offen füreinander – aufmerksam und achtsam.
Dein Herz ist gütig und demütig, eine erfrischende Quelle des Friedens.
Jesus, wir vertrauen auf Dich! 

Heilige Maria,
Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns!  
Amen.

(Bischof Hermann Glettler)