Dankbar voran

Mittlerweile sind bei uns in Deutschland die Inzidenzzahlen auf dem Sinkflug. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 5,0. Die sich in anderen Ländern schnell ausbreitende Delta-Variante scheint hierzulande für die wenigsten eine Bedrohung zu sein. Vielmehr macht sich langsam Hoffnung breit, dass die Rückkehr zur Normalität endlich in Reichweite ist. Grund genug, dankbar voranzugehen.

Vor etwa einem Jahr haben wir in dem Beitrag Corona sei Dank! positive Aspekte der Corona-Krise in den Blick genommen. Auch heute können wir rückblickend für vieles dankbar sein, was sich während der Krise positiv entwickelt hat. Aber wir können auch dafür dankbar sein, dass Maskenpflicht, Beschränkungen und Versammlungsverbote jetzt nach und nach gelockert werden. Doch wie schnell gewöhnen wir uns an die neue Situation, und wie schnell vergessen wir, danke zu sagen.

Geht es uns wie den zehn Aussätzigen, die von Jesus geheilt wurden (vgl. Lukasevangelium 17,11-19)? Nur einer – ein Samariter – kehrt um und bedankt sich. Da fragt Jesus: „Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?“ Seien wir also dankbar, wenn wir – so wie damals die Aussätzigen auch – aus der Quarantäne herauskommen und wieder am normalen Leben teilhaben dürfen.

Dankbarkeit hängt ja auch mit Glück zusammen, wie der australische Bestsellerautor Matthew Kelly in seinem Buch „The Biggest Lie in the History of Christianity“ festgestellt hat: „Man kann nicht dankbar und gleichzeitig unglücklich sein!“

Um diese Dankbarkeit geht es auch beim Forum Emmanuel, das vom 6. bis 8. August in vielen Städten Deutschlands und Österreichs stattfinden wird. Bei einer Wallfahrt am Sonntag wollen die Teilnehmer „dankbar voran“ gehen und gemeinsam in den Blick nehmen und miteinander teilen, was sie in und trotz der Corona-Krise Gutes und Schönes erlebt haben, um so wieder gestärkt und glücklicher in den Alltag gehen zu können. Herzliche Einladung an alle: www.forum-emmanuel.de

(Johannes Lerch, 02.07.2021)

Ist die Maskenpflicht wirklich so schlimm?

Anfangs wollte keiner die Maske haben, mittlerweile wird sie als wirksames Schutzmittel vor einer Corona-Ansteckung anerkannt. Dennoch gibt es viele Maskengegner, die das überflüssig finden. Aber was ist eigentlich so schlimm daran, bei zu wenig Abstand eine Maske zu tragen?

Vor Kurzem habe ich über WhatsApp ein Video bekommen, in dem der Autor und Motivationstrainer Dr. Biyon Kattilathu unsere Vergangenheit mit den vielen schrecklichen Kriegen, Krankheiten und Toten vor Augen führt. Da ist die Pflicht zum Maskentragen und eine zeitweilige Ausgangsbeschränkung wirklich kein Grund, sich aufzuregen …

Hier der Inhalt des Videos:

Stell dir für einen Moment vor, du wärst im Jahr 1900 geboren.

Wenn du 14 Jahre alt bist, beginnt der 1. Weltkrieg und endet, wenn du 18 Jahre alt bist, mit 22 Millionen Todesopfern.

Kurz darauf beginnt eine weltweite Pandemie, die Spanische Grippe, mit 50 Millionen Todesopfern und endet, wenn du 20 Jahre alt bist.

Wenn du 29 Jahre alt bist, beginnt die Weltwirtschaftskrise mit dem Börsencrash in New York. Die Folge sind Inflation und Massenarbeitslosigkeit.

Wenn du 33 Jahre alt bist, gelangen die Nazis an die Macht.

Wenn du 39 Jahre alt bist, beginnt der 2. Weltkrieg und endet, wenn du 45 Jahre alt bist mit 60 Millionen Todesopfern. Im Holocaust sterben 6 Millionen Juden.

Wenn du 52 Jahre alt bist, beginnt der Koreakrieg.

Wenn du 64 Jahre alt bist, beginnt der Vietnamkrieg und endet, wenn du 75 Jahre alt bist.

Ein Kind im Jahre 1985 dachte, dass Oma und Opa keine Ahnung haben, wie schwer das Leben sei, doch die beiden haben bereits mehrere Kriege überlebt.

Heute befinden wir uns mit allen Bequemlichkeiten der modernen Welt in einer neuen Pandemie. Menschen beklagten sich, weil sie mal für ein paar Wochen das Haus nicht verlassen durften. Sie haben Strom, Handy, genug Essen, warmes Wasser und ein sicheres Dach über dem Kopf.

All dies gab es in früheren Zeiten nicht, doch die Menschen haben auch diese Zeiten überstanden und niemals ihre Lebensfreude verloren. Heute beklagen wir uns, weil wir im Supermarkt Masken tragen müssen.

Ein kleiner Perspektivwechsel kann Wunder wirken. Lass uns beide dankbar sein für die Zeit, in der wir leben, und lass uns beide alles tun, was uns gegenseitig schützt und hilft. Und ich finde, diese Botschaft muss um die Welt gehen, muss ganz viele Menschen erreichen. Wenn du das auch so siehst, dann hilf mir dabei und teile dieses Video jetzt mit deinen Freunden.

Schön, dass es dich gibt. Dein Biyon.

(Johannes Lerch, 23.05.2020)