Kar- und Ostertage in Corona-Zeiten

Ostern wird auch in Zeiten von Corona nicht abgesagt. Wir feiern es dieses Jahr anders als sonst und müssen auf den persönlichen Besuch der Messen in der Karwoche mit ihrer besonderen Liturgie verzichten. Aber dadurch ist Ostern nicht weniger bedeutsam. Vielleicht erfüllen uns die Tage gerade jetzt noch mehr mit Hoffnung und Freude.

Die digitale Welt eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten, Ostern anders und vielleicht sogar intensiver zu erleben und mitzufeiern. Aber die neue Kanzel der Kirche ist nicht nur das Internet. Mittlerweile gibt es viele Initiativen, Materialien und Anregungen, wie man die Kar- und Ostertage in Corona-Zeiten auch zu Hause feiern kann. Hier zwei zur Auswahl.

Kar- und Ostertage für Familien

Eine sehr schöne Handreichung für Familien haben Juliane Glaum und Claudia und Thomas Lütkemeier zusammengestellt. Darin gibt es umfangreiche Materialien und Aktionsvorschläge, wie man mit der Familie die Tage von Palmsonntag bis Ostern begehen kann: Von der Gestaltung eines Ostergartens über Palmbuschen binden und einem Rezept zum Brotbacken bis hin zu einer Osterkerze, die man „mitwachsen“ lassen kann und die in jedem Gottesdienst mit einem weiteren Symbol verziert wird.

Das Begleitheft wurde in einer bedruckten Ostertasche zusammen mit den Utensilien verpackt und an Familien aus der Gemeinde vor Ort und im Umfeld verteilt. Die Handreichung mit den Impulsen und Aktionsvorschlägen kann hier heruntergeladen werden:

Osterforum digital

Das Osterforum der Gemeinschaft Emmanuel ist traditionell ein Angebot für junge Erwachsene. Dieses Jahr wird es in digitaler Form stattfinden, sodass jetzt jeder, der möchte, daran teilnehmen kann. Via Livestream wird aus der Josefsburg in Altötting die Liturgie übertragen, die von den Studenten der Emmanuel School of Mission (ESM) gestaltet wird. Zelebrant ist Pfarrvikar und ESM-Direktor Martin Siodmok.

Außerdem werden Impulse gestreamt, die von Referenten an unterschiedlichen Orten gehalten werden. Es wird auch Zeiten geben, um gemeinsam zu schweigen, Bibelstellen zu betrachten, per Telefon bzw. Internet ins Gespräch zu kommen oder auch zusammen zu beten. Dazu stehen Jugendliche und Erwachsene verschiedener Altersgruppen und Lebensstände von unterschiedlichen Orten aus bereit.

Nach der Osternacht wird DJ Faith für uns auflegen, um gemeinsam, wenn auch räumlich getrennt, die Auferstehung unseres Herrn ordentlich feiern zu können. Mehrere kreative Köpfe bereiten auch noch weitere Punkte vor.

Programmablauf und Link zum Livestream-Kanal, wo es auch jetzt schon tägliche Angebote gibt, stehen unter live.emmanuel.de zur Verfügung. Das genauere Programm und weitere Infos gibt es zudem unter www.emmanuel-ostertage.de

Johannes Lerch, 03.04.2020

2 Antworten auf „Kar- und Ostertage in Corona-Zeiten“

  1. Ihr Lieben,
    was für ein tolle Handreichung für die Kar- und Ostertage in den Familien! Vielen DANK. Ich habe die Unterlagen direkt an meinen Bruder weitergeleitet. Meine Nichte hätte am 19. April Erstkommunion gefeiert und so können die vier wenigstens Zuhause mit einigen guten Hilfen diese Zeit gestalten.

    1. Osternacht feiern ist schon wieder drei Wochen her. Wie war das für mich in dieser „Corona-Zeit“, was war mir wichtig? Diese Fragen treiben mich ein wenig um zurzeit. Doch Ostern war dieses Jahr etwas besonderes. Ein paar Tage vor Ostern wurden wir von unserer Pfarrei gefragt, ob wir beim Osterkerzen-Staffellauf mit machen würden, d.h. das Osterlicht durch die Stadt zu tragen; gerne waren wir dazu bereit. Beim Dunkelwerden trafen wir uns in der Kirche mit unserem Pfarrer (mit Abstand,) er segnete die Kerze wie beim Osterfeuer, und mit dem Licht vom ewigen Licht wurde sie entzündet. Mein Mann durfte die doch recht schwere Kerze tragen und singend zogen wir durch die Kirche nach draußen, hinaus in die Dunkelheit der Stadt: „Lumen Christi“. Was war da so besonders? Unser Singen unser Gebet? Diese kleine Flamme wurde kaum bemerkt. Die Fenster fast überall geschlossen, fast kein Mensch auf der Straße, und doch ist das kleine Licht da, JESUS mittendrin zwischen den Häusern und Menschen. War es nicht doch auch so wie beim ersten Ostermorgen in Jerusalem? Die Frauen noch in der Dunkelheit zum Grab, kaum wahr genommen von andern, und dann der Rückweg zu den Brüdern – sehr gespannt, unruhig, Freude die erst noch geboren werden musste. So ähnlich war es auch bei uns, die Freude über „Jesus ist auferstanden“ kam dann allmählich, als wir unsere Kerze dem nächsten Team übergaben und laut gerufen haben „Jesus ist wirklich auferstanden“ und unsere eigene Osterkerze entzündet
      haben. Alles ganz einfach und unspektakulär. Aber indem wir den Weg mit dem Licht, mit dem auferstandenen Jesus gingen, wurde auch in uns die Freude geboren. Ich wünsche euch allen noch diese Osterfreude!
      Mechtild Dekempe

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