Hausgebet im Advent

In der zweiten Corona-Welle kommen die Einschläge allmählich näher. Immer öfter erleben wir, dass sich ein Bekannter oder Verwandter mit dem Corona-Virus infiziert hat. Immer mehr Menschen müssen in häusliche Quarantäne. Immer ungeduldiger warten viele auf die Fertigstellung eines Impfstoffes gegen Covid 19 und hoffen damit auf ein baldiges Ende der Beschränkungen.

Ungeduld und Hoffnung sind auch zentrale Begriffe in der Adventszeit. Kleine Kinder warten ungeduldig auf das Weihnachtsfest und hoffen auf die Erfüllung ihrer Geschenkwünsche. Christen erwarten, dass Gott wieder spürbar wird in dieser Welt und sehnen sich nach seiner Nähe, die sich in der Geburt Jesu in Bethlehem erfüllt.

Für alle, die in diesen Tagen keine Advents-Gottesdienste besuchen können, gibt es nicht nur unzählige Streaming-Gottesdienste, sondern auch – zum Beispiel von der Diözese Regensburg – eine schöne Vorlage für Hausgebete im Advent (siehe Download unten).

Der Advent erinnert uns daran, dass Gott bereits mitten in unserem Alltag da ist. Wir sind eingeladen, uns aufzumachen und neu auf den Herrn auszurichten, ihm alles hinzuhalten, was uns belastet und schmerzt, was wir nicht verstehen, gerade auch die ganzen Corona-Plagen. Dabei dürfen wir unserer Sehnsucht nach Gottes Gegenwart und Beistand nachspüren und alle unsere Erwartungen auf ihn ausrichten. Die Texte und Lieder der Hausgebete im Advent können uns dabei helfen.

(Johannes Lerch 26.11.2020)

Corona-Witze

Lachen ist gesund. Lachen ist die beste Medizin. Lachen entspannt, und Entspannung können wir gerade alle gut gebrauchen. Wir wollen den Ernst der Lage keinesfalls schmälern und nicht ins Lächerliche ziehen. Die folgende Auswahl an Corona-Witzen soll uns vielmehr ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern, um uns – wenn vielleicht auch nur für einen Augenblick – vom Ernst der Lage abzulenken. Schwierige Situation können wir mit Lachen kreativ bewältigen – vielleicht ein Ventil für so manchen Stress.

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Das einzige, was am heutigen Tag positiv war, ist mein Corona-Test.

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Chuck Norris hatte Kontakt mit dem Corona-Virus!
Der Corona-Virus muss jetzt für 14 Tage in Quarantäne.

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Ein Kranker ruft die Corona-Zentrale an. Corona-Zentrale:
„Bitte wählen Sie die 1 wenn Sie an Corona erkrankt sind.“
Der Kranke wählt die 1.
Daraufhin die Zentrale: „Sie werden in den nächsten 14 Tagen mit einem freien Mitarbeiter verbunden … legen Sie nicht auf.“

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Sagt gerade ein Virologe im Fernsehen:
„Die beste Waffe im Krieg gegen den Corona-Virus ist der gesunde Menschenverstand!“ … Wir sind verloren! Die meisten von uns sind unbewaffnet!

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Ich habe meiner Nachbarin in der Corona-Krise Hilfe beim Einkaufen angeboten. Sie gab mir ihren Einkaufszettel. Da habe ich alle Rechtschreibfehler korrigiert und ihr den Zettel zurück gegeben. Jetzt dürfte sie keine Probleme mehr haben, die Sachen zu besorgen.

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Ich wollte einen Witz über den Corona-Virus machen.
Aber: Lachen ist ansteckend, darum lass ich es sein.

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Wenn wir dann eines Tages auf die Corona-Zeit zurückblicken, werden wir uns lachend in den Armen liegen und sagen: „Das waren vielleicht verrückte zwölf Jahre!“

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Meine Großmutter ist ganz vernarrt in ihre Singgruppe. Sie hat den Chor-Oma-Virus.
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Unsere Familie bildet sich jetzt in der Corona-Zeit weiter: Meine Schwester macht einen Französisch-Kurs, meine Mutter einen Kochkurs und mein Vater macht Konkurs!

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Es hieß, wir sollten mindestens eineinhalb Meter Abstand voneinander halten. Ich habe sogar 5 Meter Abstand gehalten und muss trotzdem eine hohe Strafe zahlen.
Auf der Autobahn gelten wohl andere Regeln …

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Gegen den Corona-Virus isst man am besten zwei Knoblauchzehen täglich. Das hilft zwar nicht direkt gegen den Virus, sorgt aber für einen ausreichenden Mindestabstand.

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Also wenn der ganze Corona-Stress endlich vorbei ist,
gönn ich mir erstmal ein paar schöne Tage Zuhause auf der Couch!

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Ich kann mich nicht entscheiden, wo ich dieses Jahr die Weihnachtsferien verbringen soll: Im Schlafzimmer oder im Wohnzimmer.

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Seien Sie achtsam und schließen Sie alle Wertsachen ein:
Geldbörse, Handy, Schmuck oder Klopapierrollen.

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Was sagst du? Corona macht doof und gleichgültig?
Keine Ahnung, ist mir auch egal.

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(Johannes Lerch, 22.11.2020)

Anderen in der Quarantäne Freude machen

Immer häufiger kommt es vor, dass Menschen aus meinem Bekanntenkreis in Quarantäne müssen. Sie dürfen ihren Wohnbereich nicht mehr verlassen und sind auf Unterstützung angewiesen. Wie können wir da helfen?

Kleine Überraschungen sorgen auf beiden Seiten für große Freude. An erster Stelle rangiert oft das Angebot, den notwendigen Einkauf zu übernehmen. Darüber hinaus kann man morgens frische Brötchen an die Wohnungstür hängen, einen knackigen Salat vom Markt mitbringen oder einen Obstkorb zusammenstellen. Dazu vielleicht Vitaminsäfte, einen Energy-Drink oder eine gute Flasche Wein. Auch ein frisch gebackener Kuchen oder ein kleiner Blumenstrauß sind ein liebevolles Zeichen, das die Seele erfreut.

Es müssen aber nicht nur Lebensmittel sein. Die Lieblingsserie auf DVD hilft, wenn keine gute Internetverbindung zum Streamen von Filmen vorhanden ist. Zum Umbauen des Esstisches in eine Tischtennisplatte kann man Schläger und Netz besorgen oder ausleihen. So kommt auch die Bewegung in den eigenen vier Wänden nicht zu kurz. Ich selbst würde mich über ein neues 1.000-Puzzle freuen oder ein Geduldspiel.

Und natürlich gehören Bücher zu den willkommenen Geschenken, denn selten hat man so viel Zeit zum Lesen. Was liest der Eingeschlossene am liebsten oder welche Gedanken aus einem selbst gelesenen Buch würde ich gerne mit ihm teilen? Da kann man dann auch später gut anknüpfen und im Austausch die Freundschaft vertiefen.

Freudenmacher nach Old-School-Art sind zum Beispiel Postkarten oder Briefe. Wann haben wir zuletzt mal etwas per Hand geschrieben und per Post versendet? Kinder können vielleicht selbstgemalte Bilder mitschicken oder mit ihren ersten Schreibversuchen große Freude bereiten.

Wer dagegen viel mit dem Handy unterweg ist, der freut sich auch über Chat-Nachrichten, kleine Filmtipps per SMS oder einen Videogruß aus der Nachbarschaft, Verwandtschaft oder von Kollegen aus dem Büro.

Egal was wir schenken, anbieten oder zusenden. Wichtig ist, in Kontakt zu bleiben, immer wieder neu unsere Hilfe anzubieten und zu signalisieren: Wir haben dich nicht vergessen, denken an dich und halten in diesen herausfordernden Zeiten zusammen!

(Johannes Lerch 19.11.2020)

Das C-Wort

Auf einem Schild über einer geschlossenen Gaststätte in Köln steht „Lockdown – But don’t lock your heart“. © Keystone/dpa/Oliver Berg

In Großbritannien wurde „Lockdown“ zum Wort des Jahres 2020 gekürt, weil es laut Verlag des Collins-Wörterbuchs die geteilte Erfahrung von Milliarden Menschen zusammenfasst, die ihren Alltag einschränken müssen, um das Corona-Virus einzudämmen.

In Deutschland wurde der Begriff „Lost“ zum Jugendwort des Jahres 2020. Damit wird ahnungsloses und unsicheres Verhalten in der jungen Generation beschrieben.

Doch genug der L-Worte. Wenn wir an Corona denken, könnte auch ein C-Wort das Rennen machen: Corona-Virus, Corona-Krise, Corona-Pandemie, Corona-Neuinfektionen, Corona-Tote, Corona-Blues, Corona-Auflagen, CureVac-Impfstoff, Corona-Demos, Corona-Leugner, Corona-Widerstand, Covid 19, Covid-19-Intensivpatienten, Covidioten, …

Es gibt aber auch ein C-Wort, das uns bei allen Sorgen und Ängsten um Corona und bei aller Verwirrung mit Sicherheit helfen kann: CHRISTUS! Als Christen dürfen wir glauben, dass Jesus uns durch die Krise führt und wir im Blick auf seine Barmherzigkeit weder „lost“ sind noch panisch im „Lockdown“ verharren und unser Herz auch nicht verschließen müssen.

Nutzen wir die stärkste Waffe, die es gegen Corona gibt: Das Gebet und die Hinwendung zu Christus.

(Ausgewählte Corona-Gebete haben wir in der Rubrik „Worte der Zuversicht“ zusammengestellt.)

(Johannes Lerch, 12.11.2020)

Menschen mit Zuversicht anstecken

Das Studio für die Mutmacher-Aktion in der Krise steht bereit. © Christian Ruppel

Heute, am 11. November 2020 startet um 18 Uhr der erste Abend einer Online-Sendereihe unter dem Titel „Worms Läuft“. Der ZDF-Wahlexperte und Politikprofessor Karl-Rudolf Korte will in der Corona-Krise Mut machen: „Mit Zuversicht gegen den Corona-Blues“ nennt der in Worms lebende Wissenschaftler die Leitidee seiner Mutmacher-Initiative.

Bürger können ihre Ideen im Dialog vorstellen und von Beispielen erzählen, wie sie in der Krise auf kreative Weise die Chance ergriffen haben. Dadurch soll anderen Menschen in den dunklen und tristen Monaten November und Dezember Hoffnung gegeben werden.

Im Wissen um individuelle Einzelschicksale, die in der Corona-Pandemie auch gar nicht geleugnet werden sollen, will Korte einen Kontrapunkt setzen gegen Infektionsraten, Todeszahlen und Bangen um ausreichende Plätze in den Intensivstationen.

Denn daneben gibt es nach Meinung des Sozial- und Politikwissenschaftlers auch noch eine andere Wirklichkeit: Wir wollen die Menschen anstecken – nicht mit dem Virus, sondern mit Zuversicht“. Mit Zuversicht und Optimismus soll die Demokratie gestärkt werden: Indem man zeigt, was gut läuft, könne man das Demokratie-Potenzial in der Gesellschaft auffüllen.

Die rund zehnteiligen Sendereihe wird im November und Dezember jeweils mittwochs und freitags um 18 Uhr aufgezeichnet und kann über YouTube angeschaut werden: https://bit.ly/32Jnp03. Wer noch Ideen oder ein gelungenes Projekt hat, kann sich bei Karl-Rudolf Korte per E-Mail melden: krkorte@uni-due.de.

(Johannes Lerch 11.11.2020)

Jerusalema-Song erbittet Gottes Schutz

Ein Song des Südafrikaners DJ Master KJ (Kgaugelo Moagi) und der Sängerin Nomcebo Zikode bringt derzeit die Welt zum Tanzen. Gerade in trüben Corona-Zeiten zaubert die Melodie von „Jerusalema“ Alt und Jung, Arm und Reich, Schwarz und Weiß ein Lächeln ins Gesicht.

Der gospelähnliche Song basiert auf tanzbaren elektronischen Beats, über denen die tiefe, voluminöse Stimme von Zikode zu hören ist. Im Text, der die Schönheit Jerusalems besingt, wird Gottes Schutz und Führung erbeten: „Rette mich … verlass mich nicht … geh mit mir.“  Den Text hat sie in ihrer Muttersprache isiZulu geschrieben, er drückt ihre eigene Sehnsucht aus, ihre Bitte an Gott: „Lass mich nicht hier, dies ist nicht mein Zuhause. Bring mich nach Jerusalema, wo ich Frieden und Glück finden kann.“ Mit ‚Jerusalema‘ ist ein spiritueller Ort gemeint, an dem man Frieden findet, es keine Sorgen, sondern nur Glück und fröhliche Menschen gibt.“

Gerade in diesen Corona-Zeiten sei das wohl auf Resonanz gestoßen, sagt der 24-jährige Musiker. In den sozialen Medien gibt es mittlerweile viele Videos von Menschen, die verzückt lächelnd zu den Rhythmen des Songs tanzen, wie das obige Videobeispiel zeigt. Die afrikanische Lebensfreude, die der Ende 2019 veröffentlichte Gute-Laune-Hit und die Tänze versprühen, traf in der einsetzenden Corona-Pandemie wohl einen Nerv und ist Ursache für die anhaltende Popularität: Mitte August haben bereits 80 Millionen Menschen das Video gesehen.

Die Choreographie kann auch mit ausreichender Corona-Distanz getanzt werden. Weltweit tanzen Menschen mit den gleichen Bewegungen auf der Straße, in Hinterhöfen, Quarantäne-Unterkünften, Kirchen, Slums oder Krankenhäusern.

„Der Lockdown bedeutet natürlich Stress“, erklärt Master KG“, Leute verlieren ihre Jobs und so weiter. Aber ausgerechnet in dieser Zeit zu erleben, dass sie zu unserem Song tanzen und für einen Moment ihre Sorgen vergessen, ist wunderbar. Es macht mich glücklich und noch kreativer.“

Hier drei von unzähligen Tanzvideos zu „Jerusalema“:

(Johannes Lerch 17.08.2020)

Geburtstag in Corona-Zeiten

Wie feiere ich meinen runden Geburtstag? Diese Frage hat mich lange umgetrieben, denn ich bin vor kurzem ein halbes Jahrhundert alt geworden und wollte gerne mit Freunden, Bekannten und Verwandten darauf anstoßen.

Bei größeren Feiern mit vielen Gästen ist man in der Regel sehr beschäftigt: Abgesehen von der ganzen Organisation und Logistik, hat man meist nur wenig Zeit, mit den Eingeladenen ausgiebig zu reden. Besonders schade ist das, wenn Menschen kommen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Dann spricht man kurz bei der Begrüßung ein paar Takte mit ihnen und das nächste Mal vielleicht bei der Verabschiedung.

Doch Gott sei Dank sind große Feiern in Corona-Zeiten nicht mehr erlaubt. Derzeit darf man sich ja privat nur bis zu 20 Personen treffen. Was also tun?

Eine schöne Idee habe ich erlebt, als ich selbst auf einem Corona-Geburtstag eingeladen war: Alle zwei Stunden hat die Jubilarin andere Gäste bei sich zuhause begrüßt. Jeder hatte als Aufgabe eine kleine Überraschungs-Challenge für das Geburtstagskind vorbereitet, und es war genügend Zeit, sich mit jedem ausgiebig auszutauschen.

Eine weitere Idee habe ich von einer Corona-Hochzeit gehört: Das Brautpaar reiste mit Bollerwagen und Sektflaschen von Haus zu Haus und konnte mit allen einzeln feiern und sich von kleinen Darbietungen überraschen lassen – geht natürlich nur auf dem Dorf richtig gut.

Ich habe nun meine Gäste dazu eingeladen, sich bei mir zu melden und einen individuellen oder auch gemeinschaftlichen Termin zu vereinbaren. So begrüße ich schon seit 14 Tagen immer wieder liebe Gäste, in mal größeren, mal kleineren Runden. Oft grillen wir, mal gibt es ein Mittagessen oder eine gemütliche Kaffeerunde – mal mit Kindern, mal ohne. An einem Abend haben mir die Freunde sogar das komplette Essen mitgebracht, und von einem anderen Ehepaar sind wir zum Feiern bei ihnen zuhause eingeladen.

So habe ich viele schöne und persönliche Begegnungen und kann es wirklich richtig genießen – eine ganz neue Möglichkeit, dank Corona.

(Marion Lerch, 30.07.2020)

Corona sei Dank!

Keine Frage: Die Corona-Krise hat vielen Menschen Leid gebracht: neben den durch COVID-19 Gestorbenen, den gesundheitlichen Problemen der Infizierten gibt es auch viele, die unter den wirtschaftlichen Folgen leiden oder psychisch angeschlagen sind und zum Beispiel aufgrund von Ausgangsbeschränkungen große Einsamkeit verspüren. Aber in jeder Krise liegt auch eine Chance.

„Corona sei Dank“ hat neulich eine Freundin gesagt, weil ihre Tochter nicht in der Schule präsent sein musste und während ihrer Abwesenheit auf den kleinen Bruder aufpassen konnte. Ja: Es gibt auch positive Aspekte, die ich mal in den Blick nehmen möchte.

  • Ich empfinde es zum Beispiel als sehr angenehm, dass viele Termine ausgefallen sind. Eine wohltuende Entschleunigung! Endlich mal Zeit, wieder mehr im Garten zu arbeiten, (kein Wunder, dass der Absatz in den Baumärkten boomt) ein gutes Buch zu lesen oder mich mehr mit meiner Frau auszutauschen.
  • In einer Kirche unserer Nähe gibt es seit der Corona-Krise den ganzen Tag über Eucharistische Anbetung, wo wir täglich eine Stunde verweilen dürfen. Auch die vielen Livestream-Gottesdienste haben es uns ermöglicht, mehr Gottesdienste mitzufeiern als zuvor, und es gibt unzählige gute Predigten und Impulse im Internet.
  • Christliche Seminare wie Online-Glaubenskurse „Alpha“, Online-Angebote für Paare oder der Missionskurs „Mission Possible“ der Gemeinschaft Emmanuel können eine ganz andere Klientel ansprechen. „Mein Mann wäre nie zu so einem Seminar mitgegangen, aber mal eine Stunde vor den Bildschirm zu sitzen, ist kein Problem“, so die positive Reaktion einer Teilnehmerin.
  • Ein großer Segen ist für mich die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Kein Pendeln mehr zum Büro, keine Staus auf den Autobahnen, weniger Umweltbelastung, weniger Benzinkosten.
  • Die Umwelt dürfte insgesamt profitieren: Weniger Luftverkehr, geschrumpfte Industrie-Produktion, geringerer Energieverbrauch: Der weltweite CO2-Ausstoß aufgrund der Corona-Pandemie ist vorübergehend deutlich gesunken. Durch den Rückgang der menschlichen Aktivitäten wurden jetzt auch im Wattenmeer deutlich mehr Robben gezählt.
  • Und so kommt auch das Familienleben wieder in Schwung: Beim Mittagessen und beim Kaffeetrinken bin ich nicht in der Kantine, sondern zuhause und bekomme so viel mehr vom Leben meiner Kinder mit, auch vom Homeschooling oder dem Online-Musikunterricht.
  • Mit meinen Geschwistern und meiner Mutter haben wir jede Woche eine Videokonferenz, wo wir uns austauschen und erzählen. So viel Kontakt wie in den letzten drei Monaten hatten wir in den letzten drei Jahren nicht!
  • Insgesamt ist die Corona-Krise ein Turbo für die Digitalisierung und beschleunigt die digitale Transformation der Gesellschaft. Überall sprießen E-Learning-Angebote, Webinare oder Online-Beratungen aus dem Boden.
  • Eine sehr menschliche Komponente kommt hinzu: die praktizierte Nächstenliebe: Ich habe das Gefühl, dass in der Corona-Krise viel mehr Menschen sich besonders um die Schwachen, Alten und Kranken kümmern. Immer wieder erleben wir, wie es in der Nachbarschaft Angebote zum Einkaufen oder für kleine Fahrdienste gib, Besuche, Einladungen oder Anrufe bei einsamen Menschen.
  • Und verbindend ist auch, dass wir durch COVID-19 alle wieder ein gemeinsames Thema haben, bei dem jeder mitreden und seine Erfahrungen einbringen kann, denn jeder ist irgendwie betroffen und muss versuchen, das beste aus seiner Situation zu machen.

Lassen wir uns nicht von den vielen Negativ-Schlagzeilen verunsichern. Es gibt auch viele positive Entwicklungen: „Corona sei Dank“ oder „Gott sei Dank“?

(Johannes Lerch, 18.07.2020)

Ist die Maskenpflicht wirklich so schlimm?

Anfangs wollte keiner die Maske haben, mittlerweile wird sie als wirksames Schutzmittel vor einer Corona-Ansteckung anerkannt. Dennoch gibt es viele Maskengegner, die das überflüssig finden. Aber was ist eigentlich so schlimm daran, bei zu wenig Abstand eine Maske zu tragen?

Vor Kurzem habe ich über WhatsApp ein Video bekommen, in dem der Autor und Motivationstrainer Dr. Biyon Kattilathu unsere Vergangenheit mit den vielen schrecklichen Kriegen, Krankheiten und Toten vor Augen führt. Da ist die Pflicht zum Maskentragen und eine zeitweilige Ausgangsbeschränkung wirklich kein Grund, sich aufzuregen …

Hier der Inhalt des Videos:

Stell dir für einen Moment vor, du wärst im Jahr 1900 geboren.

Wenn du 14 Jahre alt bist, beginnt der 1. Weltkrieg und endet, wenn du 18 Jahre alt bist, mit 22 Millionen Todesopfern.

Kurz darauf beginnt eine weltweite Pandemie, die Spanische Grippe, mit 50 Millionen Todesopfern und endet, wenn du 20 Jahre alt bist.

Wenn du 29 Jahre alt bist, beginnt die Weltwirtschaftskrise mit dem Börsencrash in New York. Die Folge sind Inflation und Massenarbeitslosigkeit.

Wenn du 33 Jahre alt bist, gelangen die Nazis an die Macht.

Wenn du 39 Jahre alt bist, beginnt der 2. Weltkrieg und endet, wenn du 45 Jahre alt bist mit 60 Millionen Todesopfern. Im Holocaust sterben 6 Millionen Juden.

Wenn du 52 Jahre alt bist, beginnt der Koreakrieg.

Wenn du 64 Jahre alt bist, beginnt der Vietnamkrieg und endet, wenn du 75 Jahre alt bist.

Ein Kind im Jahre 1985 dachte, dass Oma und Opa keine Ahnung haben, wie schwer das Leben sei, doch die beiden haben bereits mehrere Kriege überlebt.

Heute befinden wir uns mit allen Bequemlichkeiten der modernen Welt in einer neuen Pandemie. Menschen beklagten sich, weil sie mal für ein paar Wochen das Haus nicht verlassen durften. Sie haben Strom, Handy, genug Essen, warmes Wasser und ein sicheres Dach über dem Kopf.

All dies gab es in früheren Zeiten nicht, doch die Menschen haben auch diese Zeiten überstanden und niemals ihre Lebensfreude verloren. Heute beklagen wir uns, weil wir im Supermarkt Masken tragen müssen.

Ein kleiner Perspektivwechsel kann Wunder wirken. Lass uns beide dankbar sein für die Zeit, in der wir leben, und lass uns beide alles tun, was uns gegenseitig schützt und hilft. Und ich finde, diese Botschaft muss um die Welt gehen, muss ganz viele Menschen erreichen. Wenn du das auch so siehst, dann hilf mir dabei und teile dieses Video jetzt mit deinen Freunden.

Schön, dass es dich gibt. Dein Biyon.

(Johannes Lerch, 23.05.2020)

Pfingsten nach Corona

„Vor Pfingsten waren die Jünger in Quarantäne. Aber was passierte dann?“

Ein lustiges Video der Emmanuel School of Mission (ESM) zeigt, welche Freude der Heilige Geist schenken kann, wenn wir aus der Quarantäne in die Welt hinaus gesendet werden.

Johannes Lerch, 01.06.2020